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Blüten der Vogelkirsche

Blüten der Vogelkirsche
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Blüten der Vogelkirsche

Blüten der Vogelkirsche
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Die Vogelkirsche (Prunus avium), auch Süß-Kirsche genannt, ist eine heimische Art, die im Frühjahr, meist im April, Hecken, Waldränder und Wälder verziert. Die Blüten liefern Bienen vor allem Pollen. Bereits in Steinzeit- und Bronzezeit-Siedlungen waren die Kerne der Vogelkirsche zu finden. Schon um400 v.Chr. waren aus der Wildform die heutigen Süßkirschen gezüchtet. Das Zentrum der Kultivierung lag in Griechenland und in Kleinasien. Aus der Stadt Kerasos brachte der römische Feldherr Lukullus (79-37 v.Chr.) veredelte Kirschen mit nach Rom. Die Römer nahmen sie mit in ihre Provinzen und kultivierten sie dort. Die gezüchteten Süßkirschen gelangten 50 n.Chr. sogar bis nach Großbritannien. Die Vogelkirsche ist wahrscheinlich auch ein Elter der Sauerkirsche. Die Sauerkirschen besitzen doppelt so viele Chromosomen wie die Süßkirschen. Als wahrscheinliche andere Elter gilt neben der Süßkirsche die Zwergkirsche (Punus fruticosus). Auch die Sauerkirsche wird hier in Mitteleuropa seit der Römerzeit angebaut. Die Kerne, es handelt sich dabei um Steinfrüchte, sind bei allen Arten der Gattung Prunus giftig. Sie enthalten Glykoside, die Blausäure abspalten und daher giftig sind.

Nicht nur die Früchte der Vogelkirsche bzw. Süßkirsche sind bei Mensch und Tier begehrt, sondern auch das Holz. In der Jugend ist das Splintholz heller als das Kernholz, nähert sich aber im Alter, eine Kirsche kann bis zu 100 Jahre alt werden, in der Farbe dem Kernholz an. Im Licht dunkelt das Holz nach und erhält nach einigen Jahren den unverwechselbaren Ton. Das Kirschholz ist hart, schwer spaltbar, aber biegsam, elastisch und sehr feinporig. Besonders für Innenausbauten und Intarsien wird das Furnier verwendet, aber auch für Drechselarbeiten, im Instrumentenbau und in der Möbelindustrie.

Die Vogelkirsche wächst in den ersten 40 Jahren sehr rasch, verlangsamt dann aber ihr Wachstum und hört mit rund 60 Jahren zu wachsen auf. Sie hat dann ihre maximale Höhe von 25 Metern und den maximalen Stammdurchmesse von 0,5 Metern erreicht. Ihre Rinde ist durch die ringförmig ausgezogenen Korkwarzen (siehe rechts) sehr charakteristisch.

Um die Vogelkirsche ranken sich viele Volkssagen, so sollte das erste Badewasser eines Mädchens an eine Kirsche gegossen werden, damit es so rein, edel und schön wie die Kirschen werde.

Vogelkirsche in Hecke

Blühende Vogelkirsche
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Rinde/Borke der Vogelkirsche

Borke/Rinde der Vogelkirsche
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