Breitblättrige Stendelwurz mit besuchender Wespe im Fraunhofer Steinbruch Mettmann / Düsseldorf
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Die Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine), auch Sitter genannt, ist die vielleicht häufigste Orchidee in Deutschland. Scherzhaft wird sie von vielen Botanikern auch Friedhofsorchidee genannt, da sie dort fast immer zu finden ist. Wie alle Orchideen ist sie geschützt, gehört aber aufgrund ihres häufigen Vorkommens nicht zu den gefährdeten Arten. Sie wächst normalerweise in Laubwälder auf basenreichen, humosen Böden.
Alle Orchideen brauchen Pilze im Boden, die ihnen Wasser und Nährstoffe liefern. Sie gehen bereits wenn die Orchideensamen keimen eine innige Verbindung mit ihnen ein, die sie lebenslang aufrecht erhalten. Ohne diesen Pilz sind sie nicht lebensfähig. Werden Orchideen ausgegraben, stirbt dieses Pilzgeflecht und auch die Orchidee stirbt.
Die Blüten der Breitblättrigen Stendelwurz werden von Bienen, Wespen und Fliegen besucht, die ein Pollinium, den gesamten Inhalt eines Staubblattes an den Kopf geheftet bekommen, wenn sie versuchen an den Nektar zu kommen. Das Insekt hat dann zwei zusätzlich „Fühler“, das Pollinium, am Kopf. Auf einer anderen Blüte, die bestäubungsfähig ist, löst sich das Pollinium wieder und bestäubt so die Blüte. Mit einem Bleistift kann man dies nachahmen. Die Samen sind so leicht, dass sie bis zu 10 Kilometer weit fliegen können. Es handelt sich um so genannte Ballonflieger.
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