Wiesenschaumkraut in einer Nasswiese bei Düsseldorf / Erkrath
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Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) verdankt seinen Namen einerseits den Larven der Schaumzikade, die in Schaumballen an den Stengeln lebt, andererseits ihrer Verbreitung in Nasswiesen. Der Gattungsname "cardamine" leitet sich aus dem griechischen ab (Kresse).
Das Wiesenschaumkraut ist ein Wildgemüse, deren jungen Blätter oder Sprosse roh oder gekocht gegessen werden können. Es enthält Senfölglykoside, Bitterstoffe und Vitamin C. In der Volksmedizin wird es für Frühjahrskuren genutzt, denn es wirkt stoffwechselanregend und harntreibend. Wie die Brunnenkresse lieferte es früher zeitig im Jahr Vitamin C.
Die Blätter bilden eine Rosette aus der sich jedes Jahr wieder Blütentriebe entwickeln. Die Rosette ist oft wintergrün und besonders häufig in Parkrasen. Dort wird das Wiesenschaumkraut allerdings vielfach übersehen, da durch die hohe Schnittfrequenz keine Blüten zur Reife kommen. Dort wo seltner gemäht wird, kann das Wiesenschaumkraut im Frühjahr (April - Mai) blass violette Blütenteppiche entwickeln. Die Blüten sind eine wertvolle Nektarquelle für Bienen und Falter, während Schwebfliegen den Pollen ernten.
Das Wiesenschaumkraut kann größere Bestände entwickeln, da sich ihre gefiederten Grundblätter, wenn sie längere Zeit feucht sind oder verletzt werden, Brutpflanzen entwickeln können. Die Samen des Wiesenschaumkrauts werden zudem bis zu 2,4 Meter weit aus den Schoten geschleudert.
Das Wiesenschaumkraut ist auch eine ideale Pflanze für Naturgärten, wodurch nicht nur die Schaumzikaden, sondern auch dem Aurorafalter (Anthoceris cardamine) gefördert werden. Der Aurorafalter legt seine Eier bevorzugt am Wiesenschaumkraut ab, nutzt aber auch andere Kreuzblütler wie die Knoblauchsrauke, die von den Raupen dann gefressen werden. Die Schmetterlinge ernähren sich dann vom Nektar der Kreuzblütler wie dem Wiesenschaumkraut.
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