Schwarzpappel im Zonser Grind bei Düsseldorf/ Neuß
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Die Schwarzpappel (Populus nigra) ist ein vielfältig genutzter Baum, die ihren Namen (Pappel) den Römern verdankt, populeus war der römische Name für die Pappel. Aus den Knospen (Lat. Gemmae populi) wurde die Pappelsalbe, eine Wundsalbe, hergestellt. Auch andere Teile der Pappel fanden Verwendung: Blätter und Rinde für grüne und gelbe Farben, die frischen Blätter als Viehfutter, das Holz wird für Streichhölzer, Kisten und zur Zellulosegewinnung gebraucht. Zur Zellulose Gewinnung eignet es sich besonders, das es nur wenig Lignin („Holzstoff“) enthält. Lignin macht das Holz hart. Pappeln eignen sich besonders, weil sie schnellwüchsig sind, so erreichen sie über einen Meter Höhenzuwachs und bis zu 2 Zentimeter Dickenzuwachs im Jahr. Wird der Stamm entfernt, treibt die Pappel an der Basis noch im selben Jahr lange Triebe mit Riesenblättern (bis zu 30 Zentimeter Größe). Ihr Nachteil ist allerdings ihre Sturmanfälligkeit, die einerseits auf den geringen Ligninanteil im Holz zurückzuführen ist, andererseits auf die fehlenden Gerbstoffe im Kern-Holz, dem Splintholz. Dadurch neigen die Stämme dazu, sich von innen zu zersetzen.
Die Schwarzpappel ist in Deutschland gefährdet und steht auf der Roten Liste, da sie von den Bastarden mit eingeführten nordamerikanischen Pappeln verdrängt wird. Pappeln sind Bäume der Auwälder und Altwasser sowie auf feuchten, periodisch überschwemmten, tiefgründigen Böden. Wie die Weiden sind sie dort Pionierpflanzen, das heißt, sie stellen die ersten Bäume dar, die sich dort ansiedeln. Dies beruht unter anderem darauf, das ihre Samen, die am Grunde einen Haarschopf besitzen, bis zu 15 Kilometer weit fliegen können. Die Pappelwolle, wie die Samen mit dem Haarschopf auch genannt werden, ist im Juni und Juli besonders in der Nähe von Pappelpflanzungen in Mengen zu finden, da eine Pappel bis zu 26 Millionen Samen bilden kann. Die Samen müssen allerdings innerhalb einer Woche einen geeigneten Platz zum Keimen gefunden haben, da sie sonst absterben, da sie kaum Nährgewebe enthalten.
Obwohl die Schwarzpappel gefährdet ist, sind reine Pappelpflanzungen oder Wälder ökologisch nicht sehr wertvoll. Denn durch eine Grundwasserabsenkung von bis zu einem Meter und eine starke Abschattung des Bodens unterbinden beziehungsweise verdrängen sie eine reiche Bodenvegetation. Pflanzungen in Reihen sind aber aus den meisten Landschaften nicht mehr wegzudenken, denn sie bereichern das Landschaftsbild, zudem sind sie ökologisch unbedenklich.
Eine Varietät stellen die Pyramidenpappeln (Populus nigra var. Italica) mit ihren fast senkrecht stehenden Ästen dar, die Napoleon an seinen Heerstraßen pflanzen ließ. Die Varietät war schon im Mittelalter hier verbreitet, auch wenn sie Napoleon zugeschrieben wird. Wie alle Pappeln wird sie forstwirtschaftlich vegetativ, das heißt durch Einpflanzen von Ästen oder Zweigen, vermehrt. Die daraus hervorgegangenen „Klone“ (mit der Mutterpflanze genetisch identische Individuen) zeigen inzwischen Alterserscheinungen, die deutlich machen, dass auch die vegetative Vermehrung nicht unendlich lange möglich ist. Normalerweise werden Pappeln bis zu 300 Jahre alt, sie werden allerdings in der Forstwirtschaft bereits nach 30 bis 50 Jahren verwertet.
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