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Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist ein Zierbaum, der erst Mitte des 16. Jahrhundert über Konstantinopel (Istanbul) nach Europa gelangte. Der bis 30 Meter hohe baum ist allerdings relativ kurzlebig, da sein Stamm innen schnell fault. Ihren Namen verdankt die Rosskastanie ihrer Minderwertigkeit im Vergleich zur Esskastanie, da ihre Früchte nur in Notzeiten und nach entsprechender Aufbereitung zur Gewinnung des Kastanienmehls verwendet wurden. Ihre Früchte werden aber gerne zum Basteln verwendet und in der Wildfütterung eingesetzt. Die Rinde kann Wolle rotgelb und die Blüten sie gelb färben. Die Blüten signalisieren den sie besuchenden Insekten, wann sie Nektar bekommen: Die Saftmale (farbige Flecken auf den Blütenblättern) auf den Blüten verfärben sich von gelb über orange nach karminrot, den stark zuckerhaltigen Nektar liefert die Blüte nur, wenn die Saftmale gelb sind.
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